Musik

Für das Projekt haben wir Werke aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit deutscher und tschechischer Herkunft ausgewählt. Eine spannende Zeit der Stilexperimente, des überschwenglichen Ausdrucks – Musik dieser Zeit hat den Beinamen „stylus phantasticus“ bekommen. Die konkreten Baupläne und Texte zu den jeweiligen Komponisten finden Sie in den verschiedenen Programmen.

Die Musik des 17. Jahrhundert aus dem (politisch-geographischen) Tschechien der heutigen Zeit ist schwer zu verorten. Natürlich gab es regionale Einflüsse und Anknüpfung an lokale Musiktraditionen, aber vor allem war es der Hof des Erzbischofs von Olomouc (Lichtenstein-Kastelkorn) von dem eine reiche Musiktraditionen überliefert ist und hier schätzte man sehr stark die österreichische Musik von Biber und Schmelzer und kopierte und adaptierte fleißig. Was ist also tschechische Musik aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts In einem Artikel beschreibt Jakub Kydlicek, dem Leiter von Concerto Aventino, die Situation. Dagegen war die Leipzig Musik der Zeit wesentlich einfacher zu konkretisieren: es gab die lange Traditionen der Thomaskantoren und der Stadtpfeiferei, die für einen vielseitige Musik in der Stadt gesorgt haben – auch schon lange vor Johann Sebastian Bach.

 

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