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Concerto aventino

Das Ensemble Concerto Aventino wurde gegründet mit der Vision der Etablierung einer auf die aktuellen Herausforderungen der historischen informierten Aufführungspraxis der Musik des 15. – 18. Jahrhunderts reagierenden Gruppe von Spezialisten. Das Ziel von Concerto Aventino ist es, Musik in seinem originalen Kontext zu präsentieren, nicht nur als Übersetzung in heutige Konzertpraxis. Um dieses Ziel zu erreichen, ist nicht nur eine Kombination von historischer/ethnologischer Forschung und hohen musikalischen Fähigkeiten essentiell – es ist das Herz der gemeinsamen Arbeit. In einem solchen Ansinnen ist die Frage der Sprache zentral – die Sprache der Musik wie sie in der Renaissance und im Barock gebraucht wurde, kann immer noch verstanden werden, sofern gute Übersetzer eingesetzt werden. Seit 2009 hat Concerto Aventino eine Anzahl an Projekten realisiert, die sich auf Schlüsselmomente der Entwicklung des europäischen Barocks und der Renaissance fokussieren. Ferner gilt die Beteiligung an szenischen Produktionen und die Wiederentdeckung von Musik des 16. und 17. Jahrhunderts (unter anderem mit Editionen durch Ensemblemitglieder) zum Repertoire als jüngstes Projekt sei “Sacra et concentus” hervorzuheben. In diesem Projekt wurde franko-flämische Musik aus tschechischen Quellen mit Instrumenten der „alta capella“ (Zink, Dulzian und Posaune) wiederbelebt.

 

Künstler

Michaela Bieglerová (Dulzian, Blockflöte) besuchte das Konzervatorium Pilsen, wo sie Blockflöte bei Julie Sukupová-Braná sowie später Fagott bei Matouš Křiváček studierte. Seit 2009 studiert sie Barockfagott bei Györgyi Farkas an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Während des Studiums besuchte sie viele Meisterkurse für Alte Musik und spielt mit Ensembles für Alte Musik in Tschechien sowie in Deutschland.

 

Marek Čermák (Tasteninstrumente) hat in Brno Orchesterleitung studiert. Er ist Spezialist für alte Musik, sowie für Werke des 20. Jahrhundert und der zeitgenössischen Musik. Er ist künstlerischer Leiter des Ensembles Musica figuralis und arbeitet regelmäßig mit namhaften Ensembles zusammen. Der Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Organisation von Projekten zur Wiederentdeckung mährischer, österreichischer und tschechischer Musik aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert in einer authentischen Interpretation auf historischen Instrumenten.

 

Felix Görg (Gambe, Violone) ist Continuo-Spieler. Als Spezialist für streichende Bassinstrumente beherrscht er eine Vielzahl von Instrumenten und versucht so den historischen Vorbildern näher zu kommen. Besetzungsexperimente, Besaitungsexperimente und spieltechnische Experimente macht er gerne mit. Felix Görg ist Mitbegründer des Michaelis Consort und Geschäftsführer der circumArte gUG – dem organisatorischen Träger dieses Projektes.

Moritz Görg (Trompete) begann bereits mit 14 Jahren ein Musikstudium bei Uwe Kleindienst. Von 2006 – 2011 studierte er bei Hakan Hardenberger, Bo Nilsson und Matthias Höfs. „Perfektes Spiel“ titelten die Nürnberger Nachrichten nach dem Gewinn des Wettbewerbes „Musikpreis der Nürnberger Nachrichten“ im Jahr 2005. Konzertauftritte führten Moritz Görg u.a. nach Italien, Frankreich und Australien, sowie als Solist zu den Nürnberger Symphonikern und dem Symphonieorchester Wuppertal.

 

Anne Kaun (Violine und Viola) ist Finalistin des internationalen Telemann-Wettbewerbes 2011 „Barockvioline und Viola da Gamba“, Magdeburg. 2012 schloss sie ihr Medizinstudium an der Universität Leipzig ab. Mit dem Wunsch nach intensiver Auseinandersetzung mit der Welt der „Alten Musik“ begann sie 2009 ihr Studium der Barockvioline bei Prof. Susanne Scholz. Konzerte führten sie u.a. nach Wien oder zum Festival Grandezze e Meraviglie nach Modena, Italien.

 

Jakub Kydlicek (Blockflöte) hat sowohl in Pilsen als auch an der renommierten Schola cantorum in Basel Blockflöte und Dirigieren studiert. Bereits kurz nach seinem Abschluss wurde er Lehrer für Blockflöte am Konservatorium in Prag. Heute hat er zudem Lehraufträge in Pilsen und an der Westböhmischen Universität. 2012 wurde er zum künstlerischen Leiter des Barockorchesters des Prager Konservatorium berufen.

 

Uwe Ulbrich (Violine) wurde in Pirna bei Dresden geboren. Er studierte Musik und Mathematik für das Lehramt an Gymnasien an der Hochschule für Musik “Carl Maria von Weber” Dresden und an der Technischen Universität Dresden. Seine intensive Beschäftigung mit Alter Musik in den vergangenen Jahren führte seit 2011 zum Studium der Barockvioline in der Klasse von Volker Mühlberg an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Zudem unterrichtet er Violine und Ensemblespiel an der Musikschule seiner Heimatstadt.

Lukáš Vendl (Tasteninstrumente) besuchte das Konzervatorium Praha und die HAMU Praha, wo er Orgel bei Prof. Jan Hora und Jaroslav Tůma studierte. Lukáš Vendl ist Kantor der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder und unterrichtet im Konservatorium Praha und der Musikschule Charlotta Masaryk Praha 6. Er leitet das Barockensemble Harmonia delectabilis und das Vokalensemble Ensemble Guillaume und hat mehrere große Werke „wiederuraufgeführt“ u.a. aus dem Archiv des Schlosses in Želiv.

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