Kinderkonzert am 5.2.: Der allzeit fertige Polonaise und Menuettkomponist – Johann Jakob Kirnberger

Diese Komponieranleitung kam uns im Zuge der Recherchen zur „pohlnischen Capelle“ unter die Finger. Der Verfasser Johann Jakob Kirnberger war ein bedeutender Theoretiker und Cembalist des 18. Jahrhunderts, der wohl auch mal eine kurze Zeit in Leipzig war – vielleicht hat er sogar Johann Sebastian Bach dort kennengelernt. Wir wissen es leider nicht. Auf jeden Fall war er aber die meiste Zeit seines Lebens an großen Höfen angestellt: mal beim Kurfürsten in Dresden, eine länger Zeit beim König in Polen und dann schlussendlich in Potsdam und Rheinsberg am preußischen Hof.

Seine Hauptaufgabe zu Hofe war das Komponieren – also das Erfinden von Musik. (Meist mussten Musiker auch noch andere Tätigkeiten ausführen – z.B. als Kammerdiener!) Als Hofkomponist war er so auch für die ganzen Bälle und Tänze zuständig, die am Hof stattgefunden haben. Man muss sich das vorstellen: es gab ja noch keine Ipods und Cds und Stereoanlage und kein Spotify. Alle Musik wurde frisch komponiert und dann auf Instrumenten gespielt. Da Johann Jakob Kirnberger des Komponieren von diesen Hunderten von Polonaisen und Menuetten wohl ein bisschen überdrüssig war, komponierte er eine Anleitung zum „Erwürfeln“ von diesen Tänzen. Viele, viele verschiedene Fassung können aus dieser Anleitung hergestellt – „komponiert“ werden. Eine Leipziger Polonaise werden wir am 5.2. mit euch zusammen erwürfeln – komponieren.

Wer schon einmal das Komponieren trainieren will, der findet im Internet eine Computerfassung der Anleitung von Kirnberger. (http://134.93.242.10:5050/kirnberger_de.html) Wir werden die Musik im Konzert natürlich auf echten Instrumenten aus der Zeit von Kirnberger spielen und zusammen das Stück richtig proben. Wir freuen uns auf euch!

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