5.2.2016: Vortrag und Uraufführung einer Rekonstruktion eines verschollen Bach´schen Violinkonzertes

Nun zu unserem 2. Stück des Konzertabends: Unser Solist Uwe Ulbrich hat eine Rekonstruktion eines verschollen Violinkonzertes von J.S. Bach erarbeitet. Um 18.15 Uhr wird er im Veranstaltungsraum Franz Dominic Grassi einen Einführungsvortrag zu dieser Arbeit halten und später natürlich diese Rekonstruktion in öffentlichem Rahmen uraufführen. Hier ein paar Gedanken von ihm zu dieser Arbeit:

Das Cembalokonzert BWV 1052existiert in zwei Bach’schen Versionen, eine von Johann Sebastian und eine von seinem Sohn Carl Philipp. Vergleicht man beide, erkennt man beachtliche Unterschiede. Aber wie sieht das Original aus, welches Vater und Sohn vorliegen hatten? Probleme einer Cembalotranskription, die der Vater schon gut zu kaschieren wusste, geben uns heute in Carl Philipps Cembalostimme zahlreiche Hinweise auf die „Urversion“. Beispielsweise treten unlogische Sprünge in der Melodie der rechten Hand genau da auf, wo der Umfang eines gewöhnlichen Cembalos überschritten worden wäre. Und welches Instrument kommt weit höher als „nur“ bis zum d“‘? Natürlich die Violine – der Tonumfang passt genau.

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